Island – Wo die wahren Wunder unsichtbar sind

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Island – Wo die wahren Wunder unsichtbar sind

Heute zeige ich euch einen Gastartikel aus einem Land dass ich am liebsten schon selbst erlebt hätte. Es geht nach Island mit der Buchautorin und Reisebloggerin Beatrice Sonntag. Schaut euch an und seht was Island alles zu bieten hat. Ich sage euch…und nicht nur die Landschaft macht dieses Land so interessant. Lies mehr über die Mythen die hier herrschen…

Um nach Island zu reisen muss man nicht unbedingt viel Fantasie haben, aber es macht die Reise deutlich interessanter, wenn man bereit ist, sich auf die ausgeprägte Vorstellungskraft der Isländer einzulassen. Zunächst einmal hilft es, seinen in Deutschland antrainierten Sinn für Realität ein wenig zu lockern. Als gute Lockerungsübung kann ich ein Buch von Franz Kafka oder den Film „Alice im Wunderland“ empfehlen. Dann setzt man sich einfach in einen Flieger und es kann losgehen.

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Als ich vor zwei Jahren auf dem Weg zum Flughafen Keflavik war, saß ich in einer Maschine, der man den Namen Eyjafjallajökull gegeben hatte. Nun ist es ja auch in Deutschland üblich, den Flugzeugen Namen zu geben. Aber da der Vulkan Eyjafjallajökull vor einiger Zeit für mehrere Wochen den Flugverkehr in fast ganz Europa stark beeinträchtigt hat, erscheint es mir sehr humorvoll, ein Flugzeug nach ihm zu benennen.

Dieser Humor der Isländer verfolgt mich dann während meiner ganzen Rundreise, die mich einmal um die Insel führt. Meine Reisebegleiterin Thorhildur ist ein heiterer Mensch, trotz oder gerade wegen der unwirtlichen Wetterbedingungen in ihrem Heimatland. Sie beginnt sogar manchmal einfach laut zu singen, wobei sie ein interessantes Repertoire an isländischen Volksweisen und deutschen Klassikern wie „Oh du lieber Augustin“ hat. Thorhildur weiht mich in die Geheimnisse der isländischen Kultur und Natur ein. Bei den natürlichen Phänomenen wissen sie Isländer selbst oft nicht, wie sie genau damit umgehen sollen, denn ihre Natur ist etwas brutaler und lebendiger als die unsere. Die gesamte Insel scheint sich noch nicht recht für ihre letztendliche Erscheinungsform entschieden zu haben. Ständig gestaltet ein Vulkanausbruch, eine Verschiebung von Kontinentalplatten oder ein Riss in der Erde die Oberfläche um. Island ist so etwas wie ein Teenager, der noch damit herum experimentiert, ob ihm ein Berg oder ein Tal an einer bestimmten Stelle gut steht oder doch nicht. So müssen die Isländer immer mal wieder nach einem Vulkanausbruch ihre Straßen neu bauen oder ein Dorf umsiedeln, weil es von einer dicken Ascheschicht bedeckt wurde.

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Es kann aber auch vorkommen, dass der Bau einer Straße unterbrochen werden muss, weil sich die Elfen, die unsichtbaren Bewohner Islands, dagegen wehren. Da man sie und ihre Behausungen nicht sehen kann, wird man in der Regel immer erst dann darauf aufmerksam, dass ein Wegebauprojekt eine Elfensiedlung durchquert, wenn sich plötzlich die Unfälle und Maschinenschäden auf einer Baustelle mehren. Das ist dann auf Sabotage durch Elfen zurückzuführen und die Baustelle muss gestoppt und umgeplant werden.

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Unter den beinahe unsichtbaren Phänomenen Islands habe ich auch die Wälder eingeordnet. Thorhildur zeigt mir eines Tages auf der Ostseite ihrer Insel die berühmten isländischen Wälder. Als weitgereiste Europäerin, die Nadelwald, Laubwald und verschiedene Arten von Regen- oder Nebelwäldern gesehen hat, erkenne ich das traurige Gestrüpp, welches mir hier als Wald präsentiert wird, nicht sofort als solchen. Die krüppeligen Gewächse sind maximal zwei Meter hoch und tragen auch nur ein spärliches Grünkleid. Trotzdem sind die Isländer mächtig stolz darauf, dass so etwas Ähnliches wie ein Baum hier in dem rauen Klima und bei dem beißenden Wind überhaupt wächst.

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Meistens unsichtbar ist das Seeungeheuer im Lagarfljotsormur, einem der vielen isländischen Seen. Thorhildur ist wie die meisten ihrer Landsleute jedoch fest von seiner Existenz überzeugt. Es gibt Videos und Fotos, auf denen sich das Wasser kräuselt, aber von wissenschaftlichen Erklärungen dafür wollen die Isländer nichts wissen. Nun hat sogar eine offizielle Untersuchungskommission die Existenz des Ungeheuers bestätigt. Einen hübschen See zu besuchen ist für mich als Touristin schon eine gelungene Unternehmung. Wenn ich dazu aber auch noch so eine fesselnde Geschichte über Seeungeheuer hören darf, ist mein Entdeckerherz doppelt glücklich.

 

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Wenn Ihr noch mehr über meine Begegnungen mit dem Unsichtbaren in Island erfahren wollt, so könnt Ihr das in meinem Buch „Traumziel: weit weg!“ nachlesen. Eines von acht Kapiteln widmet sich Island, seinen Naturwundern, den Elfen, den Weihnachtsmännern und anderen wunderlichen Geschichten, die aus dem wunderschönen Island ein geradezu märchenhaftes Reiseziel machen. Aktuelle Informationen zu meinen Reisen in mittlerweile über 90 Länder dieser Erde findet Ihr in meinem Blog auf www.beatrice-sonntag.de. Schaut vorbei und lasst euch mit Fernweh anstecken!

Eure Beatrice!

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3 Kommentare - Sei der Nächste

  1. Ja Island ist einfach toll. Da würde ich immer wieder hin

  2. Hi. It’s very good post and so nice pics 🙂 Thanks for sharing.

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